Lesung Antje Rávik Strubel

Lesung Antje Rávik Strubel
Foto: Philipp von der Heydt

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in die Ferne. Unsichtbar gemacht von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, strandet sie nach einer Irrfahrt über Berlin und die Uckermark in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil. Eine #MeToo-Geschichte über Macht und Machtmissbrauch um eine junge Frau aus Osteuropa, die an verschiedenen Orten ihr Glück sucht, aber nur dunkle Ohnmacht und scheiternde Kommunikation findet. Eine aufwühlende Geschichte, die von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas erzählt und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen.

Antje Rávik Strubel veröffentlichte u.a. die Romane »Unter Schnee« (2001), »Fremd Gehen. Ein Nachtstück« (2002), »Tupolew 134« (2004) sowie den Episodenroman »In den Wäldern des menschlichen Herzens« (2016). Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, zuletzt erhielt sie für ihren Roman »Blaue Frau« den Deutschen Buchpreis 2021. Neben der eigenen schriftstellerischen Tätigkeit übersetzt sie aus dem Englischen und Schwedischen u.a. Joan Didion, Lena Andersson, Lucia Berlin und Virginia Woolf.

Eintritt: 10,- / 7,- €

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