Gudrun Kolbe am Literaturtelefon

Gudrun Kolbe am Literaturtelefon

Am Literaturtelefon liest Gudrun Kolbe vom 1. bis 14.2. einen Ausschnitt aus dem 2. Kapitel ihrer Biografie „Das Dunkle überwinden. Kriege hinterlassen Spuren“, erschienen im Dezember 2020 im Rediroma-Verlag, Remscheid.

Gudrun Kolbes Biografie ist eine Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit und vor allem mit der Beziehung zu ihren Eltern. Sie begibt sich auf Spurensuche und forscht nach dem Schicksal des Vaters, den sie kaum kannte. War der Seeflieger, der während seines selbstlosen Einsatzes bei der Rettung von Flüchtlingen am Ende des 2. Weltkrieges sein Leben verlor, ein überzeugter Nationalsozialist? Briefe und Berichte vor Kriegsende geben Aufschluss über diese Frage. Auch die Mutter, die als junge Witwe einige Schicksalsschläge verkraften musste, ist eine zentrale Figur des Buches.

Gudrun Kolbe, Jahrgang 1943, aufgewachsen und heimisch geworden in Kiel, ist ein so genanntes „Kriegskind“. Kriegs- und Nachkriegsjahre prägten ihre Kindheit. Ein Vater, der nicht aus dem Krieg zurückkehrte, und eine traumatisierte Mutter, selbst auf der Suche nach Halt, führten zu mangelndem Schutz und emotionalen Entbehrungen. Auf der Suche nach Zuwendung waren es eher Außenstehende, die halfen, den Weg für Bildungsziele und Berufswünsche umzusetzen – nicht zuletzt auch biografisches Schreiben, wozu die Kieler Autorin Ilse Behl in ihrem Schreibzirkel, worin Gudrun Kolbe Mitglied ist, anregt. Sie begann schon als Schülerin mit dem Schreiben von kleinen Gedichten und Geschichten. Der bereits vergriffene Gedichtband „Gelebte Momente“ erschien 2014 bei Schmidt und Klaunig in Kiel.

Das Literaturtelefon Kiel wird betrieben von Jörg Meyer und wird gefördert vom Amt für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt Kiel.

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