Marina Frenk am Literaturtelefon

Marina Frenk am Literaturtelefon

Am Literaturtelefon unter 0431/901-8888 und www.literaturtelefon-online.de liest Marina Frenk vom 17.2. bis 1.3. aus ihrem im Verlag Klaus Wagenbach erschienenen Romandebüt „ewig her und gar nicht wahr“. Die Aufnahme entstand im Rahmen der LeseLounge im Literaturhaus SH (veranstaltet vom Jungen Literaturhaus SH mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank SH und des Freundeskreises des Literaturhauses SH) am 5.2.2020.

Die junge Künstlerin Kira lebt mit Marc und dem gemeinsamen Sohn Karl in Berlin. Sie gibt Malkurse für Kinder, hat lange nicht ausgestellt, lange nichts gemalt – und zweifelt. Ihre Beziehung zu Marc ist sprach- und berührungslos. Ihre leicht verrückte Freundin Nele fragt manches, versteht viel und lacht gern, während Kira glaubt, in die Zukunft zu sehen und die Vergangenheit zu erfinden. In den neunziger Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland gezogen, irgendwo angekommen ist aber keiner in ihrer russisch-jüdischen Familie. Kira betrachtet nicht nur das eigene Leben, mitunter zynisch und distanziert, sondern auch das ihrer Vorfahren, die sie teilweise nur von Fotos kennt. Sie reist nach New York, Israel und Moldawien, versucht, die Geschichten zu begreifen und in ihren großformatigen Bildern zu verarbeiten.

Marina Frenk wurde 1986 in Moldawien geboren und lebt seit 1993 in Deutschland. Sie ist Schauspielerin und Musikerin, unter anderem am Schauspiel Köln, am Maxim Gorki Theater und am Schauspielhaus Bochum. 2016 erhielt sie zusammen mit Sibylle Berg den 65. Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Und jetzt: die Welt!“. Ihr Hörspiel „Jenseits der Kastanien“ wurde mit dem Europäischen CIVIS Radiopreis 2017 ausgezeichnet.

Das Literaturtelefon Kiel wird betrieben von Jörg Meyer und wird gefördert vom Amt für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt Kiel.

 

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