"Kann nich, bekomm Kies"

Leseabend der Lesebühne Federkiel

Sommer, Winter, Herbst, am heimischen Fenstersims vorbeiziehendes Straßenbegleitgrün - wirklich schön ist nur, was irgendwann geht. Einerseits. Andererseits die quälenden Fragen: was geht? Was bleibt? Nach dem Wechsel der Jahre, steht das Ende des sogenannten „Jänners“ ganz im Zeichen des Bleibenden - der Betonlungen und Kanisterköpfe. Ästhetischer Vandalismus trifft auf lyrischen Brutalismus; grobe Ausarbeitungen prallen frontal auf klare Konturen und unter den Texten liegt der Schotter versteckt. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Außer du bekommst an diesem Abend Kies - das wäre okay.

Lesebühne FederKiel – das ist großer Freiraum im kleinen Saal. Die Masse sagt nein, wir sagen ja. Aus Liebe. Populismus und Pathos, Spiegelbild und Reflexion. Immer gleich, immer anders. Widerspruch statt Wiederwahl. In der Nische zwischen elitärem Literaturverständnis und plakativer Pointen-Poesie, blickt FederKiel, offenen Auges, skeptisch in die Runde. Namen spielen keine Rolle. Bis zu Beginn der Veranstaltung bleiben die drei wechselnden AutorInnen der Zuschauerschaft fremd. Erst auf der Bühne, frontal konfrontiert, entfalten sie ihren Charme – Fremdcharme Frontal. Die Karten werden neu gemischt, jedes Mal.

Eintritt: 5,-

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