Lesung Heidemarie Kugler-Weiemann

Heidemarie Kugler-Weiemann liest aus ihrem Buch "Ein Kapitel für sich"

Verfolgte jüdische Familien aus Danzig im Kurhaus von Wittdün / Amrum 1945 – 1950: Mit „Ein Kapitel für sich“ konnte die Lübeckerin Heidemarie Kugler-Weiemann im Sommer 2018 die Ergebnisse ihrer langjährigen Recherchen in einem Buch veröffentlichen. Sensibilisiert durch ihre Suche nach Spuren jüdischer Familien aus Lübeck (Namensgebung und Arbeit der Geschwister-Prenski-Schule / Stolpersteine) wurde Heidemarie Kugler-Weiemann 2004 auf die Ereignisse der Nachkriegszeit auf ihrer Urlaubsinsel Amrum aufmerksam. Es gelang ihr, mehrere Zeitzeugen und Zeitzeuginnen zu befragen, die selbst als Kinder und Jugendliche im Kurhaus gelebt haben.
An diesem Abend liegt der Schwerpunkt Ihrer Lesung in der Darstellung und Erzählung persönlicher Erinnerungen der Menschen, die im Kurhaus von Wittdün / Amrum untergebracht waren. Ein spezielles Kapitel des Holocaust, der Verfolgung von „Mischlingen und „jüdisch Versippten“, auch, weil sie aus einer Stadt mit besonderem rechtlichen Status, der „Freien Stadt Danzig“ kamen. Gleichzeitig stellen die wenigen Jahre des Lebens dieser Gruppe mit vielen Kindern und Jugendlichen auf Amrum ein einmaliges Kapitel in der Inselgeschichte, der Gemeinde Wittdün, der Schule in Wittdün und von Kindheitsgeschichte auf der Insel dar. Eben ein „Kapitel für sich“, das mit viel Schweigen verbunden war und noch immer ist und das mehr als ein paar Fußnoten in wissenschaftlichen Untersuchungen verdient.

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